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Von Gestrüpp, Omas und was die heutzutage alles transportieren

July 31, 2007 · Leave a Comment

Heute bin ich aus dem Urlaub zurückgekehrt. Ja, sogar Kellerkinder machen Urlaub. Und wo? Bei den Großeltern natürlich. Da wird man von oben bis unten durchgefüttert, kann nachts nicht schlafen, weil man den ganzen Tag nur gegessen und gesessen hat und langweilt sich, weil es dort werder Internet noch Leute in dem Alter des jeweils Reisenden gibt. Aber dafür kann man ja den ganzen Komfort von ausgedehnten Waldspaziergängen, Touren durch “Städte” in denen es nur Fußgängerzonen und Klamottenläden gibt, und die Anwesenheit der gesamten restlichen Verwandschaft voll auskosten. Na danke. Nunja, um auf den merkwürdig anmutenden Titel zurückzukommen (was für ein Satzbeginn *schmacht*), als wir heute die ersten Abreisemaßnahmen getroffen hatten und gerade zum Bahnhof abfahren wollten, kommt meine Oma aus dem Haus gehechtet, öffnet mit einer gekonnten Handbewegung den Kofferraum und schmeißt etwas, für mich unidentifizierbares, in den Kofferraum und springt ins Auto. Mit den Worten “Fast hättet ihr die Blumen vergessen” fahren wir an. Ich ahne böses, denn schon auf der Hinfahrt hatten wir ein zart besaitetes Pflänzchen dabei, welches meine Mutter kurzerhand in eine Tasche stopfte, die für mich danach absolutes No-Go-Area war. Denn sobald ich die Tasche auch nur berührte, schallte schon ein Schrei (vielleicht auch ein Wiehren) durch die Halle, und meine Mutter kam sogleich an”gallopiert” um mich zu warnen, ich solle auf die Pflanze aufpassen. Um allerdings auf die Rückfahrt zurückzukommen: Wir fuhren also zum Bahnhof und als wir angekommen waren, öffnete ich den Kofferraum. Und dann sah ich es. Die “Pflanze” war ein zusammengeworfener Haufen aus achtlos abgeschnittenen Ästen, die unten mit einer Kordel zusammengehalten wurden. Als ich meine Mutter fragte wofür das “Gestrüpp” (<- aha!) denn sei, antwortete sie kühl nur (und ich hasse diesen Begriff, ist er doch zum Inbegriff für Weiblichkeit geworden) “Dekozwecke”. Ich habe daraufhin beschlossen, das Zeug nicht anzufassen um einen Kreislaufkollaps meiner Mutter zu vermeiden…
Also, nachdem wir in den Zug eingestiegen waren, trafen wir ein älteres Ehepaar, das mit zwei Koffern ausgerüstet war. Als wir unsere Sachen plaziert hatten, standen ihre Koffer noch immer unten. Wir haben dann gefragt was das soll, schließlich nehmen die nur unnötig Platz weg. Die Herrschaften meinten dann die wären zu schwer. Nunja, ein Mann der ich nun mal bin, stark wie ein Bär, flink wie ein Wiesel, machte ich mich daran die Koffer auf die Ablage zu stemmen. Was war? Nix war. Die Dinger waren einfach zu schwer. Ich hab dann gefragt ob sie denn Waschbeton transportieren, sie meinten “Papier”. Naja, die werden wohl einiges zu lesen haben… Ich bleib bei meiner Theorie des Waschbetons. Wir sind jedenfalls gut zuhause angekommen, die Bahn hatte keine Verspätung, also sitze ich jetzt hier um Punkt elf um meinen Blog zu veröffentlichen. Viel Spaß mit den künftigen Einträgen.

Hannes


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